31. Mai 2009

Pfingstrosen in Öl

dieses Ölbild hing bis zum Tode der Großmutter meines Mannes, die vor fast 15 Jahren im Alter von 98 Jahren verstorben ist, immer in deren Wohnung, und weil es seinerzeit bei der Nachlassverteilung niemand anderes wollte, haben wir es in unsere Obhut genommen

ich finde, dass es dem wahrscheinlich eher unbekannten Künstler (leider war es uns trotz Recherche nicht möglich, den Namen des Malers herauszufinden) gut gelungen ist, die Pracht der aufgeblühten, verschiedenfarbigen Pfingstrosen auf seine Art schön wiederzugeben, zur Freude derer, die das Bild heute betrachten

30. Mai 2009

Pfingstrose

Verhaucht sein stärkstes Düften hat rings der bunte Flor, und leiser in den Lüften erschallt der Vögel Chor. Des Frühlings reichstes Prangen fast ist es schon verblüht – die zeitig aufgegangen, die Rosen sind verblüht. Doch leuchtend will entfalten Päonie ihre Pracht, von hehren Pfingstgewalten im tiefsten angefacht. Gleich einer späten Liebe, die lang in sich geruht, bricht sie mit mächtgem Triebe jetzt aus in Purpurglut. Ferdinand von Saar (1833 - 1906)

Paeonia lactiflora 'Festiva Maxima'

es geschah plötzlich ein Brausen vom Himmel ...

„Und als der Pfingsttag gekommen war, waren sie alle an einem Ort beieinander. Und es geschah plötzlich ein Brausen vom Himmel wie von einem gewaltigen Wind und erfüllte das ganze Haus, in dem sie saßen. Und es erschienen ihnen Zungen zerteilt, wie von Feuer; und er setzte sich auf einen jeden von ihnen, und sie wurden alle erfüllt von dem heiligen Geist und fingen an, zu predigen in andern Sprachen, wie der Geist ihnen gab auszusprechen ...“
Ihr Lieben,
schöne Pfingsten wünsche ich Euch, und bevor Ihr ins Wochenende entschwindet,
schnell noch ein paar Fotos,
die ich eben aufgenommen habe
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29. Mai 2009

lodernde Tage Heckenrosen und Apfelknospen flogen in rosigen Bogen über den Lagern von goldenen Moosen weiße Convalien und Erdbeerblüten sprühten kühlende Düfte tief aus heimlichen Schatten umschlang einer Amsel Silbergesang Sonne bis spät zum Ermatten aus "Goldene Tränen" von Max Dauthendey

27. Mai 2009

ins rechte Licht gerückt

in den letzten beiden Tagen wurde auch unsere Region von Unwettern heimgesucht
Hagelkörner, heftiger Regen und sturmartige Böen machten den frisch aufgeblühten Rosen im Garten schwer zu schaffen, einige Blüten wurden regelrecht abgerissen
ein paar von ihnen habe ich eben aufgesammelt und ins Wasser gelegt mittlerweile strahlt die Sonne wieder, und mir scheint, als ob es den beiden hier besonders gut gefällt, ins rechte Licht gerückt zu werden ... schaut mal

25. Mai 2009

Impressionen einer Landpartie (Teil V)

ein ganz wichtiges Foto habe ich Euch bisher vorenthalten hier ist es, und damit nun endgültig das letzte aus dieser Serie, versprochen!

"Rosabella lebt nicht nur von Fotomotiven und Luft allein ..."

übrigens, lecker war's ... es hat genau so geschmeckt wie es aussieht :-)

eine Muschelfee aus dem Überraschungspäckchen

es ist noch gar nicht so lange her, da war ich nicht nur virtuelle Hebamme bei der lieben Vilma, sondern zugleich auch Namensgeberin für das Zwerglein, was bei ihr das Licht der Welt erblickte als Dankeschön für meine Unterstützung wurde ich nun beschenkt ... mich erreichte ein Überraschungspäckchen, in dem ich ein ganz wunderbares Wesen vorfand, das mein Herz im Flug eroberte ... wollt Ihr es sehen?
eine entzückende Muschelfee, die ab sofort an meiner Seite weilen wird! zum Vergrößern bitte Fotos anklicken
in ihrem klitzekleinen Karton hat sie die Reise aus der Schweiz bis zu mir ganz phantastisch überstanden, und bevor ich sie überhaupt richtig begrüßen konnte, begann sie ihre Entdeckungstour ...
die Tür zur Veranda stand offen, und da schlüpfte sie auch schon - ehe ich mich versah - hinaus, ab in den Garten, zuerst zum Teich ...
kann ich schon gut verstehen, daß sie sich am Wasser besonders wohlfühlt dann aber sprang sie in die Rosenbüsche und schaut mal, wie sie lächelte, es schien ihr zu gefallen
unter der duftenden Blüte ...
danach pflückte sie im Garten geschwind ein Vergissmeinnicht, klemmte es sich unter ihr Ärmchen und gleich ging es auch schon weiter
wieder in die Rosen ... sie scheint sie wirklich zu mögen!?
jetzt folgte eine "Begegnung der anderen Art", die sie aber offensichtlich gut überstanden hat, denn danach ließ sie sich von ihrer neuen Freundin weiter durch den Garten tragen

anschließend flitzte sie zur Veranda zurück und fing an zu klettern ... ihre Haare wehten dabei ganz wild umher, sie schlüpfte nach dort, dann wieder nach da, sie war einfach nicht zu bremsen ... alles wurde genau von ihr angesehen

viel später erst, als sie sich erschöpft auf dem Veranda-Geländer in der Sonne niederließ, lauschte ich und hörte, wie sie zufrieden sagte:
" ... so soll es sein, so kann es bleiben,
so hab' ich es mir gewünscht ..."

Impressionen einer Landpartie (IV)
Teile I - III siehe bitte weiter unten

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wie von kühlen Flügeln fortgetragen ...

Durch mein Fenster kommt der leise Vollmond, kommt und küßt mich zärtlich auf die Lippen, »Thörichte, so kalt und lustverschlossen, willst du nicht von meinem Tranke nippen? Sieh, schon lange bin ich tot, und dennoch, helle Friedensströme gießt noch immer mein erloschen Sein auf deine Menschheit, denn es stirbt die Saat der Lichten nimmer«. Stirbt sie wirklich nicht, du leiser Vollmond? Wird dereinstens auch von meinen Bahnen milder Glanz in müde Seelen träufeln und sie an ein flammend Leben mahnen? Aber nein, mein lieber leiser Vollmond, will nicht denken an den Tod, den herben, denn, daß ich dirs sag, nicht träumen kann ichs, und nicht ahnen, wie es ist: zu sterben. »Wie es ist? So lausche!« Lautlos schwindet, wie von kühlen Flügeln fortgetragen, aus dem Kämmerlein der leise Vollmond, Finsternisse aneinander jagen ... Dunkles Huschen, Flüstern, eisige Hauche. Mir beengt die Brust ein banges Sorgen .. Da zerreißt die Nacht, im goldnen Rauche steigt empor ein siegeslichter Morgen. Das hieß sterben? Aus dem einen Leuchten in das andre Leuchten weich versinken? O mein lieber, weiser, stiller Vollmond, lasse mich von deinem Glanze trinken! ..
Maria Janitschek (1859 - 1927)

24. Mai 2009

Schönes, grünes, weiches Gras. Drin liege ich. Mitten zwischen Butterblumen! Über mir warm der Himmel: ein weites, zitterndes Weiß, das mir die Augen langsam, ganz langsam schließt. Wehende Luft, . . . ein zartes Summen. Nun bin ich fern von jeder Welt, ein sanftes Rot erfüllt mich ganz, und deutlich spür ich, wie die Sonne mir durchs Blut rinnt - minutenlang. Versunken alles. Nur noch ich. Selig.
Arno Holz (1863 - 1929)

Impressionen einer Landpartie (III)

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Impressionen einer Landpartie (II)

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23. Mai 2009

Impressionen einer Landpartie (I)

"... in der Burg und dem ausgedehnten Park präsentieren ausgewählte Handwerker und Künstler, erfahrene Gärtner und Händler Dinge, die dem Leben auf dem Lande seinen besonderen Reiz verleihen ... handgewebten Tweed, englische Rosen und antikes Silber, französische Pflanzgefäße und italienische Stoffe ..."
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