28. Februar 2009

Es kommt der neue Tag aus fernen Höhn herunter, Der Morgen der erwacht ist aus den Dämmerungen, Er lacht die Menschheit an, geschmückt und munter, von Freuden ist die Menschheit sanft durchdrungen. Ein neues Leben will der Zukunft sich enthüllen, Mit Blüten scheint, dem Zeichen froher Tage, Das große Tal, die Erde sich zu füllen, Entfernt dagegen ist zur Frühlingszeit die Klage.
Friedrich Hölderlin
1770 - 1843

25. Februar 2009

Es gibt keine größere Enttäuschung, als wenn du mit einer recht großen Freude im Herzen zu gleichgültigen Menschen kommst. Christian Morgenstern (1871 - 1914)
es tut gut zu wissen,
dass liebe Menschen mein Blog besuchen,
schauen, lesen, Spuren hinterlassen ...

danke, dass Ihr da seid ...
wie schön, dass es Euch gibt!


20. Februar 2009

heute so, morgen so

es sind noch weitere Utensilos fertig geworden, sie sind richtig schön groß mit ganz viel Platz und ebenfalls aus den tollen, englischen Motivstoffen genäht, und zwar so, dass man sie von beiden Seiten nutzen kann Farbenkombination hellblau /champagner Grösse ca. 32 x 22 x 9 cm
Farbenkombination lachsrot / wollweiß Grösse ca. 37 x 21,5 x 9 cm
Farbenkombination nachtblau / vanille Grösse ca. 36 x 22 x 9 xm

19. Februar 2009

mitten ins Herz

zu Beginn seiner Trauerrede las heute der junge Pfarrer ein Gedicht von Rainer Maria Rilke vor
mich haben diese Worte in dem Augenblick des endgültigen Abschiedes von einem lieben Menschen sehr berührt ...
und zugleich getröstet

Die Blätter fallen, fallen wie von weit,
als welkten in den Himmeln ferne Gärten;
sie fallen mit verneinender Gebärde.
Und in den Nächten fällt die schwere Erde
aus allen Sternen in die Einsamkeit.

Wir alle fallen.
Diese Hand da fällt.
Und sieh dir andre an: es ist in allen.

Und doch ist Einer,
welcher dieses Fallen
unendlich sanft in seinen Händen hält.


Rainer Maria Rilke (1875 - 1926)


18. Februar 2009

Tradition trifft Moderne

bei dem schlechten Wetter gestern habe ich keinen Fuß mehr als nötig vor die Tür gesetzt, und der Dauer-Nieselregen, den ich sah, sobald ich aus dem Fenster schaute, hat mich ziemlich frustriert eigentlich wollte ich die Zeit nutzen, um kreativ zu sein, um vielleicht mal wieder ein ausgefallenes Schmuckstück aus Knöpfen zu kreieren oder aus schönen Perlen ... aber irgendwie bekam ich bis nachmittags überhaupt nichts auf die Reihe leicht genervt begann ich schließlich, mich meinem Stoffvorrat zu widmen, den ich dringend mal aufräumen und sortieren musste dabei entdeckte ich wunderbare englische Stoffe, zwar alles nur kleine Stücke, aber es reizte mich plötzlich ungemein, etwas aus ihnen zu nähen, und so entstand Stück für Stück die kleine (von mir aber durchaus erweiterbare) Utensilo-Serie "Tradition trifft Moderne" ... den englischen Stoff habe ich nämlich mit antikem Leinen kombiniert ich benutze selber Utensilos, am liebsten am Schreibtisch oder im Badezimmer, und ich finde die, die länglich gearbeitet sind und bei denen man von oben gut hineinschauen kann, äußerst praktisch; deshalb habe ich sie auch in dieser doch eher unüblichen Form genäht
und da es beim Nähen so gut lief, habe ich gleich noch weitere Stücke aus anderen Stoffen fabriziert

16. Februar 2009

Sehnsucht

Frühling, Frühling! welche Zunge vermöchte ihn auszusagen, den Zauber, der schon im Worte liegt und das Herz schlagen läßt voll süßer Sehnsucht und seliger Hoffnung. Sophie Verena, deutsche Dichterin (1826 - 1892)
"Miranda - The Tempest" (Ausschnitt), John William Waterhouse, 1916

15. Februar 2009

was für ein Tag

gestern war ich den ganzen Tag unterwegs, und als ich spät abends nach Hause zurückkam, wartete noch ein zauberhaftes Paket von der lieben Marina auf mich

es war der krönende Abschluss
eines wunderbaren Tages!



13. Februar 2009

Wunder geschehen plötzlich. Sie lassen sich nicht herbeiwünschen, sondern kommen ungerufen, meist in den unwahrscheinlichsten Augenblicken und widerfahren denen, die am wenigsten damit gerechnet haben. Georg Christoph Lichtenberg (1742 - 1799)

"Circe Invidiosa" (Ausschnitt), John William Waterhouse, 1892

9. Februar 2009

In der Erinnerung gibt es keine Grenzen; nur im Vergessen liegt eine Kluft, unüberwindlich für eure Stimme und euer Auge.
Khalil Gibran Dichter, Philosoph und Maler (1883 - 1931)

6. Februar 2009

"Ich finde und habe immer gefunden, daß sich ein Buch gerade vorzugsweise zu einem freundschaftlichen Geschenk eignet, man liest es oft, man kehrt oft dazu zurück, man naht sich ihm in ausgewählten Momenten, braucht es nicht wie eine Tasse, ein Glas, einen Hausrat in jedem gleichgültigen Augenblick des Lebens und erinnert sich so immer des Freundes im Augenblick eines würdigen Genusses." Friedrich Wilhelm von Humboldt, deutscher Philosoph (1767 - 1835)
"Saint Cecilia" (Ausschnitt), John William Waterhouse, 1895

4. Februar 2009

Wenn du am Morgen erwachst, denke daran, was für ein köstlicher Schatz es ist, zu leben, zu atmen und sich freuen zu können. Marc Aurel, römischer Kaiser und Philosoph (121 - 180)
"Gather Ye Rosebuds While Ye May" (Ausschnitt), John William Waterhouse, 1908

3. Februar 2009

Der Mensch für sich allein vermag gar wenig und ist ein verlassener Robinson; nur in der Gemeinschaft mit den andern ist und vermag er viel.
Arthur Schopenhauer (1788 - 1860) "A Tale from the Decameron" (Ausschnitt), John William Waterhouse, 1916

1. Februar 2009

Wir wollen uns immer die Hände halten, damit unsre Seelen nicht in den kalten, notvollen Nächten einsam erfrieren. Wir wollen uns immer tiefer finden, damit wir uns nicht wie die armen Blinden im schwarzen Walde traurig verirren. Wir wollen uns immer die Hände halten, damit wir uns nicht zu tief in die Falten des unendlichen Lebens verlieren.
Francisca Stoecklin (1894 - 1931)

"The Awakening of Adonis" (Ausschnitt), John William Waterhouse, 1899