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20. November 2009

Mondlicht

Adalbert Stifter, "Mondlandschaft mit bewölktem Himmel", um 1850 - Wien Museum, Schubert-Geburtshaus - Wie liegt im Mondenlichte begraben nun die Welt; sie selig ist der Friede, der sie umfangen hält! Die Winde müssen schweigen, so sanft ist dieser Schein; sie säuseln nur und weben und schlafen endlich ein. Und was in Tagesgluten zur Blüte nicht erwacht, es öffnet seine Kelche und duftet in die Nacht. aus dem Gedicht "Mondlicht" von Theodor Storm (1817 - 1888)

Kommentare:

  1. Ein wunderschönes Bild und die passenden Worte dazu.

    LG
    Chris

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  2. Der Mond begleitet uns sehr viel hier am Thunersee, es ergeben sich dadurch wunderbare Stimmungen :-)

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  3. Liebe Rosabella, du hast Bild und Wort wieder einmal so treffend kombiniert, dass es einfach nur ein Traum ist!
    Herzlichst, Traude

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  4. Bei uns im Ort gibt es eine Adalbert-Stifter-Straße. Ich werde jetzt mit andren Augen durch diese Strasse laufen, denn ich mag das Bild sehr und mir war der Name vorher nur als Straßenname geläufig. Ich wusste nichteinmal, dass er ein Maler war.
    Danke für das hübsche Bild und das Gedicht!
    Herzlichste Grüße
    tanja

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  5. @Molly und Polly:

    „Sie standen da in müder Tagesruhe, und das späte, kühle Nachmittagslicht lag auf ihnen, sachte aufglimmend. Im See schliefen die Wellen und in der Luft das Echo... Es gibt eine Stille, - kennst Du sie? - in der man meint, man müsse die einzelnen Minuten hören, wie sie in den Ozean der Ewigkeit hinuntertropfen.“

    - Adalbert Stifter -

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  6. @Molly und Polly:
    eigentlich denkt man, wenn der Name Adalbert Stifter fällt, eher an den Schriftsteller Stifter (er gehörte zu den bekanntesten Dichtern des Biedermeiers) oder an den Pädagogen Stifter und nicht so sehr an den Maler Stifter ... soweit mir bekannt ist, hat er in seinem Leben nicht so viele Bilder gemalt

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  7. vor einigen Wochen stand ich auf einer Fahrt durch Tschechien vor Stifters Geburtshaus im damaligen Oberplan in Böhmen.
    Ich wußte nicht, dass er auch gemalt hat.

    Ach ja, u. je öfter ich mir das Gedicht Mondlicht durchlese, je besser gefällt es mir.
    aber einer meiner Favoriten der Gedichte ist
    immer noch "Mondnacht" von Joseph v.Eichendorff
    Gute Nacht
    die
    Doris
    DaWanda-wohnlust

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O mag ein Engel Dir die Schrift diktieren,
daß jedes Wort mir Wonne sei und Lust,
ein Engel Deine Feder führen,
ein Zauber drinnen leben unbewußt!
Damit, wenn ich das Siegel löse,
das Glück sich ungetrübt daraus ergießt,
und keine Wolke, keine böse,
mein Geist von Deinem Geiste liest.

Friederike Kempner (1836 - 1901)