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25. Oktober 2009

Wie das Meer

Sei still in Gott, still wie das Meer! Nur seine Fläche streift der Wind, und tobt als Sturm er noch so sehr, wiß, daß die Tiefen ruhig sind. Sei weit in Gott, weit wie das Meer! Es wogt nicht bloß am heim'schen Strand. Und wird dirs auch zu glauben schwer, wiß, drüben gibts doch wieder Land. Sei tief in Gott, tief wie das Meer! Nach dort, wo dich die Welt vergißt, sei dein Verlangen, dein Begehr. Wiß, daß die Tiefe Höhe ist. Ja, sei, mein Herz, stets wie das Meer in Gott so still, so tief, so weit! Dann landest du nicht hoffnungsleer am Küstensaum der Ewigkeit.
Gedicht "Wie das Meer" von Karl May (1842 - 1912)

Kommentare:

  1. Tolle Bilder, sehr schönes Gedicht. Und das ist von Karl May? Der "Karl May?" Ich dachte, der sei nur im "wilden Kurdistan" unterwegs.

    Schön , dass du wieder zurück bist. Habe dich schon vermisst...
    ♥liche Grüsse Gabriele

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  2. wow, was für schöne Bilder und das Gedicht gefällt mir auch sehr gut. Schön, wieder von dir zu lesen und zu geniessen ♥
    LG
    Claudine

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  3. Bin auch sehr erstaunt über den Verfasser dieses schönen Gedichtes! Tolle Bilder und willkommen zurück!

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  4. Wuste gar nicht das Karl ausser Winetou auch noch gedichte schrieb:-((

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  5. Obwohl ich eher buddhistisch orientiert bin, habe ich doch einen starken Glauben an Gott.
    Dieses Gedicht geht ans Herz, deine großartigen Aufnahmen berühren wieder meine Seele. Danke dafür!

    Herzensgrüße schickt dir Kirstin

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  6. Schön, dass du wieder da bist.
    Deine Bilder sind wieder wie immer, traumhaft!
    Herzliche Grüße!

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  7. Wie schön,dass deine Blogpause beendet ist!!!
    Wunderbare Bilder und wunderbare Worte! Und das erste, was sich mir aufdrängte, war ebenfalls die Frage: "DER Karl May?!?!"
    Alles Liebe Traude

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O mag ein Engel Dir die Schrift diktieren,
daß jedes Wort mir Wonne sei und Lust,
ein Engel Deine Feder führen,
ein Zauber drinnen leben unbewußt!
Damit, wenn ich das Siegel löse,
das Glück sich ungetrübt daraus ergießt,
und keine Wolke, keine böse,
mein Geist von Deinem Geiste liest.

Friederike Kempner (1836 - 1901)