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9. August 2009

Das Rosen-Innere

Sir Lawrence Alma-Tadema, "Ein sommerliches Angebot" (Detail), 1911
Wo ist zu diesem Innen ein Außen? Auf welches Weh legt man solches Linnen ? Welche Himmel spiegeln sich drinnen in dem Binnensee dieser offenen Rosen, dieser sorglosen, sieh: wie sie lose im Losen liegen, als könnte nie eine zitternde Hand sie verschütten. Sie können sich selber kaum halten; viele ließen sich überfüllen und fließen über von Innenraum in die Tage, die immer voller und voller sich schließen, bis der ganze Sommer ein Zimmer wird, ein Zimmer in einem Traum. Gedicht "Das Rosen-Innere" von Rainer Maria Rilke (1875–1926)

Kommentare:

  1. Wie wunderschön - diese Zeilen und das zauberhafte Bild.......und wie passend für diese letzten Sommertage voller Rosenglück!!!!

    Vielen Dank dafür und eine herrliche Woche, GLG herzlichst Jade

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  2. Ja, es gibt Rosen die scheinen nicht zu enden! Tolles Gedicht!

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  3. Hallo Rosabella, gern hab ich mal wieder auf Deinem wunderschönen Blog vorbei geschaut und werde sicher immer wieder vorbei kommen.
    Würde mich freuen, wenn Du mal zu einem Gegenbesuch auf meinem neuen Blog http://LunasBilder.blogspot.com/
    kämest.
    Lg und gut Nacht......Luna

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O mag ein Engel Dir die Schrift diktieren,
daß jedes Wort mir Wonne sei und Lust,
ein Engel Deine Feder führen,
ein Zauber drinnen leben unbewußt!
Damit, wenn ich das Siegel löse,
das Glück sich ungetrübt daraus ergießt,
und keine Wolke, keine böse,
mein Geist von Deinem Geiste liest.

Friederike Kempner (1836 - 1901)