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21. Juni 2009

Sommer

Am Abend schweigt die Klage des Kuckucks im Wald. Tiefer neigt sich das Korn, der rote Mohn. Schwarzes Gewitter droht über dem Hügel. Das alte Lied der Grille erstirbt im Feld. Nimmer regt sich das Laub der Kastanie. Auf der Wendeltreppe rauscht dein Kleid. Stille leuchtet die Kerze im dunklen Zimmer; eine silberne Hand löschte sie aus; Windstille, sternlose Nacht. Georg Trakl, 1913

Kommentare:

  1. schön wie alles hier und so ein gewitter hatten wir auch...herzliche Grüße von Kathrin

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  2. Schön, schön und auch hier unter das bild mit die weise rosen.........super.....
    Eine feine woche und danke für all die schöne sachen hier....

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O mag ein Engel Dir die Schrift diktieren,
daß jedes Wort mir Wonne sei und Lust,
ein Engel Deine Feder führen,
ein Zauber drinnen leben unbewußt!
Damit, wenn ich das Siegel löse,
das Glück sich ungetrübt daraus ergießt,
und keine Wolke, keine böse,
mein Geist von Deinem Geiste liest.

Friederike Kempner (1836 - 1901)