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11. Juni 2009

Mariechen, Gesine, Lisbeth, Selma, Ida, Frieda ...

ob Mimi wohl gerne auf Hochzeiten weilte und von den Tischen, während die Gäste sich beim Tanze vergnügten, heimlich deren Namensschildchen einsammelte, um sie anschließend zwischen zarten Handschuhen in ihrer dunkelroten, lederbezogenen Schatulle zu verstecken?

so schöne Kärtchen sind es, die darin schlummern ... viele von ihnen kunstvoll gestaltet und mit Goldschnitt versehen ... wie alt werden sie sein? wieviele Jahrzehnte?

keiner weiß es, keiner kann mehr darüber etwas erzählen ... über rauschende Feste, die gefeiert wurden, weil alle Frauen mit den schönen Namen schon längst nicht mehr unter uns weilen

doch eines, das weiß ich sicher: die mit den nostalgischen Kostbarkeiten angefüllte Schatulle, die ich auf dem Flohmarkt entdeckt habe, werde ich wie einen Schatz hüten ... ob Mimi sich wohl darüber freuen würde?

Kommentare:

  1. Die freut sich ganz sicher. Wunderschöner Blog. Grüsse vom Bildermacher, selber grosser Flohmarktfan.

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  2. Sehr aufregend finde ich das. Da kann man so richtig schön mit den Gedanken abschweifen und sich vorstellen wie es gewesen sein mag.
    Liebe Grüße von Inken

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  3. Was für ein bezaubernder Fund!
    Ich kann gut verstehn, dass du diesen kleine Schatz hüten willst - ich dachte gleich, das ist der "Stoff" aus dem Träume entsehen und Menschen Ideen für Romane gewinnen. Wer weiß? Bei deinen vielfältigen Begabungen begegnet dir vielleicht auch die Schriftstellerin in Dir!
    Hab einen schönen Tag, liebe Rosabella!
    Susanne

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  4. ich glaube daran das Mimi es fühlt, ihre Seele schwebt irgendwo im Universum und spürt es. Du hast einen ganz wunderbaren Schatz und der ist in guten Händen, den solltest DU finden ! herzlich Kathrin

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  5. ein wunderschöner, alter, nostalgischer Schatz, den du da ergattert hast... so schön!
    LG
    Claudine

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O mag ein Engel Dir die Schrift diktieren,
daß jedes Wort mir Wonne sei und Lust,
ein Engel Deine Feder führen,
ein Zauber drinnen leben unbewußt!
Damit, wenn ich das Siegel löse,
das Glück sich ungetrübt daraus ergießt,
und keine Wolke, keine böse,
mein Geist von Deinem Geiste liest.

Friederike Kempner (1836 - 1901)