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9. April 2009

das Unsichtbarste will zum Lichte sprechen

Vom Erdenstaub zu reinen, blauen Lüften Dringt weit der Blick in ersten Frühlingstagen, Und höher steigt der mächt'ge Sonnenwagen, Die Erde sehnt nach Blättern sich und Düften, Und heilige Geschichten uns dann sagen Was sich geahnet in des Herzens Klüften. Er ist erstanden aus den Todesgrüften, Und wie vergebens war der Menschen Zagen, Ja so ersteht die Welt der Himmelsgaben Mit jedem Jahre neu, die Knospen brechen, Und nichts ist unsrer Liebe zu erhaben, Sie gibt uns alles in den Wonnebächen, Die nach dem Eisgang Flur und Aug' durchgraben, Das Unsichtbarste will zum Lichte sprechen. Achim von Arnim (1781-1831)

1 Kommentar:

  1. Liebe Sabine,
    ein sehr schönes Foto. Mich fasziniert das grüne Licht!

    Liebe Grüße
    Tina

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O mag ein Engel Dir die Schrift diktieren,
daß jedes Wort mir Wonne sei und Lust,
ein Engel Deine Feder führen,
ein Zauber drinnen leben unbewußt!
Damit, wenn ich das Siegel löse,
das Glück sich ungetrübt daraus ergießt,
und keine Wolke, keine böse,
mein Geist von Deinem Geiste liest.

Friederike Kempner (1836 - 1901)