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10. April 2009

leise ...

"Christe, du Schöpfer aller Welt" Text: Theodor Kliefoth (1875) Christe, du Schöpfer aller Welt, du König, der die Gläub'gen hält, weil unser Bitten dir gefällt, nimm unser Loblied an, o Held. Kein Maß hat deine Gnad gekannt, hat in Geduld mit starker Hand durch Leid am Kreuz gelöst das Band, das Adams Sünde um uns wand. Vor dem die Sterne neigen sich, du kamst ins Fleisch demütiglich, darin zu leiden williglich; in Todesschmerz dein Leib erblich. Die Hand gebunden ausgestreckt, zu lösen, was in Banden steckt, hast du mit Gnad den Zorn bedeckt, den Menschenschuld in Gott erweckt. Du hangst am Kreuze sterbend hier, und doch erbebt die Erd vor dir, der Geist der Kraft geht aus von dir, die stolze Welt erblaßt vor dir. Jetzt um dein Siegerangesicht des ewgen Vaters Glanz sich flicht jetzt mit des Geistes Kraft und Licht, o König du, verlaß uns nicht.

Max Klinger, Die Kreuzigung Christi, 1891

Kommentare:

  1. Danke liebe Sabine,

    für diesen wundervollen Beitrag...
    DANKE!
    Ich liebe es sowieso, bei dir vorbei zu schauen, denn deine Beiträge sind so anders...und gerade weil sie so anders sind liebe ich sie...
    ...sie sind so anspruchsvoll, poetisch und künstlerisch und bringen einen zum nachdenken...
    Auch deine Ausflüge in die Kunstgeschichte, die du uns hier fast täglich bietest, liebe ich sehr...
    So das mußte ich mal loswerden!
    Ich wünsche dir eine wunderschöne Osterzeit!!!!
    Alles Liebe sendet dir Jasmin

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O mag ein Engel Dir die Schrift diktieren,
daß jedes Wort mir Wonne sei und Lust,
ein Engel Deine Feder führen,
ein Zauber drinnen leben unbewußt!
Damit, wenn ich das Siegel löse,
das Glück sich ungetrübt daraus ergießt,
und keine Wolke, keine böse,
mein Geist von Deinem Geiste liest.

Friederike Kempner (1836 - 1901)