22. Mai 2013

erinnern möchte ich heute an den
200. Geburtstag von Richard Wagner

deutscher Komponist, Dirigent, Theaterregisseur,
Schriftsteller, Dichter und Dramatiker

22. Mai 1813  - 13. Februar 1883








"Die Musik spricht nicht die Leidenschaft, die Liebe, die Sehnsucht dieses oder jenes Individuums in dieser oder jener Lage aus, sondern die Leidenschaft, die Liebe, die Sehnsucht selbst."






 







"Die Wissenschaft hat uns den Organismus der Sprache aufgedeckt; aber was sie uns zeigte, war ein abgestorbener Organismus, den nur die höchste Dichternot wieder zu beleben vermag, und zwar dadurch, dass sie die Wunden, die das anatomische Seziermesser schnitt, dem Leibe der Sprache wieder schließt, und ihm den Atem einhaucht, der ihn zur Selbstbewegung beseele. Dieser Atem aber ist: – die Musik!"







ausführliche Informationen über Leben und Werk des Komponisten befinden sich unter anderem auf dieser Seite








Cosima und Richard Wagner





"Verständnis kommt uns
durch die Liebe."


21. Mai 2013

wenn Natur und Mensch sich in Liebe vereinigen,
wird entweder ein Gedicht daraus oder ein Garten
(Kalenderspruch aus dem 18. Jahrhundert)









Wie gefangen liegt die Sonne

hier in meinem kleinen Garten,
wo zu immer neuer Wonne
tausend Wunder auf mich warten.

Fühle von der Welt da draußen
nichts mehr hinter seiner Türe,
lass die Stürme all' verbrausen;
keiner, der ans Herz mir rühre.



aus dem Gedicht "Der stille Garten"
von Karl Ernst Knodt
(1856 - 1917)








"Wären die Menschen in ihrem kleinen Garten geblieben, so hätten wir eine andere Vorstellung von Glück und Unglück als die, die wir jetzt haben."



Charles de Secondat, Baron de la Brède et de Montesquieu
(1689 - 1755)




 
die Fotos habe ich am Sonntagnachmittag im Garten aufgenommen




"Man muß nicht erst sterben, um ins Paradies zu gelangen, solange man einen Garten hat."

(aus Persien)







18. Mai 2013

Pfingsten, das liebliche Fest



endlich, pünktlich
zu Pfingsten, scheint die Sonne wieder, und das ist auch gut so, denn hier hatte sie sich in den letzten Tagen ziemlich rar gemacht, stattdessen Grau in Grau, Dauerregen und kühle Temperaturen

und nun? der Garten beispielsweise, der wirkt im Sonnenlicht gleich nochmal so schön ... darin grünt und blüht es überall ... die Natur beschenkt uns momentan so üppig, das ist einfach wunderbar








morgen soll es jedenfalls wieder warm werden, dann könnten wir auch das erste Mal in diesem Jahr mittags auf der Veranda essen *freu*



Ihr Lieben, ich wünsche Euch was ... macht es Euch kuschelig, lasst es Euch gut gehen, genießt die vielen, vielen Herrlichkeiten, die uns draußen allerorts umgeben ...










Pfingsten, das liebliche Fest, war gekommen;
es grünten und blühten Feld und Wald;
auf Hügeln und Höhn, in Büschen und Hecken

übten ein fröhliches Lied
die neuermunterten Vögel;

jede Wiese sproßte von Blumen
in duftenden Gründen,

festlich heiter glänzte der Himmel
und farbig die Erde.
Johann Wolfgang von Goethe 






übrigens, die Päonien brauchen noch ein paar Tage, bis sie blühen, doch gehören sie eigentlich zu Pfingsten wie die Tanne zu Weihnachten, findet Ihr nicht? also dachte ich mir, zeige ich nochmal ein Foto vom letzten Jahr ... ich hoffe, Ihr seid damit einverstanden ;-)








Verhaucht sein stärkstes Düften
hat rings der bunte Flor,
und leiser in den Lüften
erschallt der Vögel Chor.
Des Frühlings reichstes Prangen
fast ist es schon verblüht –
die zeitig aufgegangen,
die Rosen sind verblüht.
Doch leuchtend will entfalten
Päonie ihre Pracht,
von hehren Pfingstgewalten
im tiefsten angefacht.
Gleich einer späten Liebe,
die lang in sich geruht,
bricht sie mit mächtgem Triebe
jetzt aus in Purpurglut.



Gedicht "Pfingstrose" von Ferdinand von Saar

13. Mai 2013

bildschön, dieses Paar




  





  




"Sage mir, mein liebes Mädchen: Was bedeutet dieser Traum? Vor dem Fenster meiner Zelle steht halbwelk ein Rosmarin. Träumte mir: es sei aus ihm heut schnell ein Rosenstock gesprossen, voll der düftereichsten Rosen ..."


aus einem Gedicht von Justinus Kerner (1786 – 1862)







12. Mai 2013









So gern hätt ich ein schönes Lied gemacht
von deiner Liebe, deiner treuen Weise;
die Gabe, die für andre immer wacht,
hätt ich so gern geweckt zu deinem Preise.

Doch wie ich auch gesonnen mehr und mehr,
und wie ich auch die Reime mochte stellen,
des Herzens Fluten wallten darüber her,
zerstörten mir des Liedes zarte Wellen. 








So nimm die einfach schlichte Gabe hin,
von einfach ungeschmücktem Wort getragen,
und meine ganze Seele nimm darin:
Wo man am meisten fühlt,
weiß man nicht viel zu sagen.

Nun ist der liebe Mai im Land,
mit Blumen zog er ein,
und diese Blumen, die ich fand,
bring' ich dir, Mütterlein!
Das Blümchen braucht den Sonnenschein,
sonst geht es bald zugrund',
und ich, ich brauch' mein Mütterlein:
Gott halte dich gesund!










So wie das Blümlein dankbar ist
für jeden Sonnenstrahl,
so dankt dir für die Lieb' dein Kind:
Gott lohn' dir's tausendmal!


Gedicht "An meine Mutter" von Annette von Droste-Hülshoff